''gehst du eigentlich zum friedhof?'' - ''ja, klar. das bin ich ihm schuldig.''
wisst ihr, irgendwie macht es doch einen fertig sowas zu lesen, oder? wieso lest ihr euch den müll hier durch?! ich mein, zwei mädchen die über ihre probleme labern, naja. ich seh darin keinen sinn, aber mir hilft es.
ich schreibe kein tagebuch mehr. er hat immer tagebuch geschrieben. es liegt jetzt in meinem nachttisch. ich bringe es nicht übers herz, mir es anzuschauen.
es war das erste was ich tat, als ich gehört hab, dass er gestorben ist.
ich bin zu oma gelaufen, bin rein und hab das tagebuch geholt. ich wusste, dass er wollte, dass ich es bekomme. ich war die einzige die davon wusste. er hats mir gezeigt.
als ich es gehört hab, dass er nicht mehr da ist, nahm ich es und schrieb rein. seine ganzen daten. alles. wann er die diagnose bekam, wann er seinen ersten zusammenbruch hatte, wann es rapide bergab ging. ich durfte es nicht vergessen. wobei, ich werd das alles glaub ich nie vergessen.
jeder sagt, ich soll mich nicht selber fertig machen. ja, vielleicht will ich das auch? vielleicht will ich so tief unten sein, wies nur möglich ist? vielleicht wird dann alles besser? vielleicht, wenn ich ganz unten bin, lern ich, wieder hoch zu schauen? daran glauben, dass ich ihn irgendwann wieder sehe?
es macht mich einfach fertig, tag für tag aufzustehen und zu wissen, nie wieder mit ihm zu reden. nie wieder.
es macht mich einfach fertig, tag für tag aufzustehen und zu wissen, nie wieder mit ihm zu reden. nie wieder.
nie wieder ist so verdammt lange.